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By H. Heinrich, M. Giesler, A. Stange (auth.), Prof. Dr. T. Pasch, Prof. Dr. Edith R. Schmid (eds.)

Es ist eine wesentliche Aufgabe des Anästhesisten, optimale Bedingungen für die Operation zu schaffen und deren physiologische und psychologische Folgen so weit wie möglich zu begrenzen, ja sie sogar völlig auszuschalten. Da kardio­ vaskuläre Erkrankungen bei chirurgisch behandelten Patienten nicht nur be­ sonders häufig, sondern auch mit einem hohen Risikopotential für den perioperativen Verlauf verknüpft sind, ist es nicht erstaunlich, daß das kardio­ vaskuläre process unverändert im Zentrum des Interesses und der Anstrengun­ gen der Anästhesiologie steht. Zu dieser Thematik ist bereits vor sixteen Jahren (1975) in einem Workshop zum Thema "Der Risikopatient in der Anästhesie - Herz-Kreislauf-System" der damalige Erkenntnisstand über Ausmaß und Wich­ tigkeit, Erkennung und Ausschaltung kardiovaskulärer Gefährdungen des ope­ rativen Patienten erarbeitet und als Band eleven der Reihe Klinische Anästhesiologie und Intensivtherapie im Jahre 1976 publiziert worden. Die quantitative Bedeutung kardiovaskulärer Störungen für die operative Medizin ist seit dieser Zeit nicht geringer geworden. Angewachsen sind aber zweifellos unsere Kenntnisse über ihren Einfluß auf den perioperativen Verlauf und das Ergebnis des chirurgischen Eingriffs. Neue und verbesserte Verfahren der präoperativen Diagnostik sowie der intra- und postoperativen Überwa­ chung stehen zur Verfügung, und unsere therapeutischen Interventionsmöglich­ keiten haben zugenommen. Auch die kardiovaskuläre Chirurgie hat einen Wandel erfahren.

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Einfluß der myokardialen Inotropie auf den myokardialen Blutfluß (MBF). Unter maximaler Koronardilatation mittels Dipyridamol besteht im Tierexperiment eine lineare Druck-Fluß-Beziehung für das Koronargefäßsystem. Die Bedeutung der Inotropie für die extravaskuläre Komponente am Koronarwiderstand wird durch eine Rechtsverschiebung dieser Beziehung bei ~-Blockade deutlich Anästhetika und Koronarzirkulation 23 Stimulation gesteigert, so kommt es bei einem durch ß-Blockade insuffizienten Herzen bereits ab einer Frequenz von kurz über 100 min - t zu einer deutlichen Zunahme des Widerstands.

Zum Routinemonitoring bei koronarchirurgischen Eingriffen gehören: - EKG (Ableitungen 11 und V s), - arterieller Katheter, - zentralvenöser Katheter, - Temperatursonde (rektal, nasopharyngeal), - Urinkatheter, - (Pulmonaliskatheter), - (erstrebenswert: transösophageale Echokardiographie). Die Frage, inwieweit ein Pulmonaliskatheter zum Standardmonitoring bei koronarchirurgischen Eingriffen gehört, wird auch heute noch kontrovers diskutiert, wobei die Meinungen von "ein Pulmonaliskatheter ist bei allen koronarchirurgischen Patienten indiziert" [24] bis zu "ein Monitoring mit Hilfe eines Pulmonaliskatheters hat keinen Einfluß auf das Outcome koronarchirurgischer Patienten" [23] reichen.

Von wesentlich größerer Bedeutung für die Gefährdung des ischämiebedrohten Myokards ist weniger die Wahl des Anästhetikums, sondern sind vielmehr ungünstige hämodynamische Konstellationen. Diese bestehen in erster Linie in intraoperativen Tachykardien und Hypotensionen. Zusammenfassung Die volatilen Anästhetika wirken weitaus schwächer vasodilatierend als so potente Koronardilatatoren wie Dipyridamol oder Adenosin. Die geringere Potenz und der unterschiedliche Angriffspunkt im Gefäßsystem führen dazu, daß im normal versorgten Myokard mit einer Beeinträchtigung der Gewebeoxygenierung bei Senkung des arteriellen Druckes nicht gerechnet werden muß.

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