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By Wulf Tessin

Architekten haben andere ästhetische Vorstellungen als Laien. Zudem täuschen sie sich auch über den Laiengeschmack und dies umso mehr, je weiter ihre professionellen ästhetischen Vorstellungen vom Laiengeschmack abweichen. Diese Diskrepanz zwischen professioneller Ästhetik und dem Laiengeschmack ist Gegenstand dieser Untersuchung. Es soll additionally einerseits herausgearbeitet werden, welche ästhetischen Ansprüche die Bevölkerung an städtische Freiräume hat, andererseits inwieweit und worin sich diese von der professionellen Ästhetik der Landschaftsarchitekten unterscheiden. Die those ist, dass diese Unterschiede gerade in den letzten Jahrzehnten eher größer geworden sind.

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Tessin 2004b: 142ff) und eine wohlige Ambivalenz der Gefühle: einerseits der wehmütige Blick auf die (ideologisch retouchierte) ‚gute, alte Zeit’, andererseits die klammheimliche Freude, ihr doch nicht mehr so ausgeliefert zu sein und jederzeit in die freiere und komfortablere Gegenwart zurückkehren zu können. In vielen der bisher behandelten Aspekten klang bereits an, dass Freiräume vor allem auch deshalb als ‚angenehm’ empfunden werden, weil sie bzw. der Aufenthalt dort so etwas wie eine Art von Kontrast zu den Pflichten, dem Stress, dem Lärm des Alltags darstellen.

Auf die Frage, was ihnen an einem Ort wie diesem wichtig sei, damit es ihnen dort gefiele, was sie besonders stören würde, thematisierten denn auch von sich aus über alle Freiraumtypen hinweg zwischen 30 und 60% der jeweiligen Besucher die Ruhe bzw. den Lärm, wobei die Besucher von Spiel- und Stadtplätzen den Ruheaspekt verständlicherweise etwas seltener als ‚wichtig’ ansahen, wohingegen im Schnitt über 50% der Parkbesucher in ganz entschiedener Weise auf ‚Ruhe’ geeicht waren. Fasst man nun also jene, die im Freiraum gern ‚was machen’ möchten (etwa Spiel und Sport) und die gern gerade sozusagen ‚nichts’ oder nichts ‚Konkretes’ oder ‚Spezifisches’ machen wollen (Spaziergang, Sonnen), unter der Rubrik ‚individuell entsprechend’ bzw.

4). Andererseits ist die Erwartung, im städtischen Freiraum etwas Angenehmes erleben zu wollen, auch wiederum nicht ganz durchgängig. Auf die Frage, ob für sie so ein Freiraumaufenthalt eine „im Prinzip angenehme Abwechslung im Alltag sei, die sie auch bewusst so erleben würden, oder mehr einfach ein Stück weit alltägliche Gewohnheit“, antworteten über 50% der Befragten, dass sei für sie immer eine ‚angenehme Abwechslung’ im Alltag, etwas über 30%, dass sei mal so oder so, und lediglich 14% meinten, dass sei in aller Regel bei ihnen mehr bloße Alltagsgewohnheit, die nicht bewusst als angenehme Abwechslung erlebt werde, womit aber mit Sicherheit nun auch keine ‚unangenehme’ Alltagsgewohnheit gemeint sein dürfte.

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